Letzte Aktualisierung: April 2026 · Lesezeit: ca. 12 Minuten
ADHS Diagnose bei Erwachsenen: Symptome, Ablauf & Kriterien
ADHS ist keine Kinderkrankheit. Schätzungen zufolge sind etwa 2,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland betroffen – viele davon wissen es nicht, weil die Störung in ihrer Kindheit nie erkannt wurde. Die Symptome verändern sich mit dem Alter: Die motorische Hyperaktivität weicht einer inneren Unruhe, Konzentrationsprobleme zeigen sich im Berufsalltag, und Impulsivität belastet Beziehungen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie sich ADHS bei Erwachsenen äußert, nach welchen Kriterien die Diagnose gestellt wird, wie der diagnostische Ablauf aussieht und wer die Diagnose stellen darf.
📋 Inhaltsverzeichnis
- Wie zeigt sich ADHS bei Erwachsenen?
- Diagnosekriterien: ICD-10, ICD-11 und DSM-5
- Wer darf ADHS bei Erwachsenen diagnostizieren?
- Der Ablauf der Diagnostik: Was erwartet Sie?
- Welche Tests und Fragebögen werden eingesetzt?
- Differenzialdiagnostik: Was sonst dahinterstecken kann
- Nach der Diagnose: Wie geht es weiter?
- Häufige Fragen
1. Wie zeigt sich ADHS bei Erwachsenen?
Die Kernsymptome von ADHS – Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität – bleiben im Erwachsenenalter bestehen, verändern sich aber in ihrer Erscheinungsform. Was bei Kindern als Zappeln auffällt, zeigt sich bei Erwachsenen oft als innere Unruhe oder Getriebensein.
Unaufmerksamkeit äußert sich bei Erwachsenen typischerweise als Schwierigkeit, bei Aufgaben dranzubleiben, sich zu organisieren, Prioritäten zu setzen und Zeitpläne einzuhalten. Viele Betroffene berichten von chronischer Vergesslichkeit, dem Verlieren von Gegenständen und dem Gefühl, trotz Anstrengung nie fertig zu werden. Gleichzeitig kann ein sogenannter Hyperfokus auftreten – eine extreme Konzentration auf ein Thema, das gerade fesselt, während alles andere ausgeblendet wird.
Hyperaktivität zeigt sich bei Erwachsenen seltener als motorische Unruhe. Stattdessen beschreiben Betroffene ein inneres Getriebensein, Schwierigkeiten beim Stillsitzen in Meetings, einen erhöhten Redebedarf oder das Bedürfnis, immer mehrere Projekte gleichzeitig zu verfolgen.
Impulsivität kann sich bei Erwachsenen in unüberlegten Entscheidungen zeigen: impulsive Käufe, vorschnelle Jobwechsel, Ungeduld in Gesprächen (andere unterbrechen), emotionale Überreaktionen oder Schwierigkeiten, Ärger angemessen zu regulieren.
Ein Aspekt, der bei Erwachsenen oft im Vordergrund steht, aber in den klassischen Diagnosekriterien weniger prominent ist: starke Stimmungsschwankungen, eine geringe Frustrationstoleranz und emotionale Überreaktionen auf alltägliche Situationen. Diese emotionale Dysregulation ist kein eigenständiges Diagnosekriterium, wird aber in Forschung und klinischer Praxis häufig als relevantes Begleitmerkmal beschrieben.
2. Diagnosekriterien: ICD-10, ICD-11 und DSM-5
Für die Diagnose von ADHS bei Erwachsenen werden die Kriterien internationaler Klassifikationssysteme herangezogen. In Deutschland werden hauptsächlich zwei Systeme verwendet:
ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision): Hier wird ADHS als „Hyperkinetische Störung“ (F90) klassifiziert. Die ICD-10-Kriterien sind enger gefasst: Alle drei Kernsymptome (Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität) müssen gleichzeitig vorliegen. Rein unaufmerksame Formen fallen unter F98.8 („Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität“).
ICD-11 (seit 2022 offiziell gültig): Die neueste Version (Code 6A05) hat die Diagnose modernisiert und orientiert sich stärker am DSM-5. Es werden nun Erscheinungsbilder unterschieden: vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv-impulsiv und kombiniert. Die Übergangsphase zur ICD-11 ist in Deutschland noch nicht abgeschlossen – in der Praxis werden derzeit beide Systeme verwendet.
DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen): Im DSM-5 wird ADHS als eigenständige Störung mit drei Erscheinungsbildern klassifiziert. Die Kriterien sind breiter als in der ICD-10 und für Erwachsene angepasst: Statt sechs werden bei Erwachsenen (ab 17 Jahren) nur fünf von neun Symptomen in mindestens einem der beiden Bereiche (Unaufmerksamkeit oder Hyperaktivität/Impulsivität) gefordert.
Unabhängig vom verwendeten Klassifikationssystem gilt: ADHS beginnt definitionsgemäß in der Kindheit oder Jugend. Für die retrospektive Diagnose im Erwachsenenalter ist entscheidend, dass sich die Symptomatik schon früh entwickelt hat; DSM-5 nennt hierfür Symptome vor dem 12. Lebensjahr. Das bedeutet nicht, dass die Diagnose bereits in der Kindheit gestellt worden sein muss – viele Betroffene werden erst als Erwachsene diagnostiziert. Aber der Diagnostiker muss retrospektiv belegen können, dass die Symptome schon in der Kindheit bestanden.
Weitere Voraussetzungen, die alle Klassifikationssysteme gemeinsam haben: Die Symptome bestehen seit mindestens sechs Monaten, sie treten in mehr als einem Lebensbereich auf (z. B. Beruf und Privatleben), sie führen zu deutlichen Beeinträchtigungen im Alltag, und sie sind nicht besser durch eine andere psychische Störung erklärbar.
3. Wer darf ADHS bei Erwachsenen diagnostizieren?
Die Diagnose ADHS bei Erwachsenen darf von verschiedenen Fachgruppen gestellt werden. Entscheidend ist die Qualifikation und Erfahrung des Diagnostikers mit der spezifischen Fragestellung der Erwachsenen-ADHS.
| Fachgruppe | Diagnostik | Medikamente (BtM-Rezept) |
|---|---|---|
| Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie | Ja – die naheliegendste Anlaufstelle für Erwachsenen-ADHS | Ja |
| Facharzt für Neurologie | Ja | Ja |
| Facharzt für Psychosomatische Medizin | Ja | Ja |
| Psychologischer Psychotherapeut (approbiert) | Ja – darf die Diagnose stellen | Nein – keine Verordnungsbefugnis |
| Neuropsychologe | Kann diagnostisch wichtige Testungen beitragen; formale Diagnose wird je nach Qualifikation und Setting ärztlich oder psychotherapeutisch gestellt | Nein |
| Hausarzt | Kann den Verdacht aufnehmen und an spezialisierte Stellen verweisen; Diagnostik und medikamentöse Einstellung erfolgen meist fachärztlich | In der Praxis nur bei gesicherter fachärztlicher Indikation |
| Heilpraktiker für Psychotherapie | Eingeschränkt – Diagnose wird von manchen Fachstellen nicht als vollwertig anerkannt | Nein |
Wichtiger als die formale Fachrichtung ist die Erfahrung des Diagnostikers mit Erwachsenen-ADHS. Die S3-Leitlinie betont ausdrücklich, dass aufgrund der Komplexität der Diagnose eine ausreichende Qualifikation unerlässlich ist. Fragen Sie vor der Terminbuchung, ob die Praxis Erfahrung mit ADHS im Erwachsenenalter hat.
4. Der Ablauf der Diagnostik: Was erwartet Sie?
Eine seriöse ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen umfasst mehrere Schritte und dauert in der Regel zwei bis vier Sitzungen (bei besonders umfangreicher Diagnostik auch mehr). Der typische Ablauf:
Schritt 1 – Ausführliches Erstgespräch (Anamnese): Der Diagnostiker erfragt Ihre aktuellen Beschwerden, Ihre Lebensgeschichte, berufliche Situation, Beziehungen und den Leidensdruck. Besonders wichtig ist die retrospektive Anamnese: Welche Auffälligkeiten gab es bereits in der Kindheit? Wie war die Schulzeit? Deshalb werden in der Regel Grundschulzeugnisse benötigt – sie enthalten oft wichtige Hinweise auf frühe Symptome.
Schritt 2 – Standardisierte Fragebögen und Interviews: Sie füllen Selbstbeurteilungsbögen aus und durchlaufen ggf. ein strukturiertes diagnostisches Interview (z. B. DIVA-5). Details zu den Tests finden Sie im nächsten Abschnitt.
Schritt 3 – Fremdanamnese: Viele Diagnostiker bitten um eine Fremdeinschätzung durch Personen, die Sie gut kennen – idealerweise Eltern (für die Kindheitssymptome) und/oder Partner (für die aktuelle Symptomatik). Dies geschieht meist über einen Fragebogen, manchmal auch als kurzes Gespräch.
Schritt 4 – Differenzialdiagnostik: Der Diagnostiker prüft, ob die Symptome auch durch andere Ursachen erklärbar sein könnten (z. B. Depression, Angststörung, Schilddrüsenerkrankung, Schlafstörung). Je nach Anbieter gehört dazu auch ein körperlich-neurologischer Befund oder eine Laboruntersuchung.
Schritt 5 – Auswertung und Befundbesprechung: Nach der Auswertung aller Informationen bespricht der Diagnostiker das Ergebnis mit Ihnen: Liegt eine ADHS vor? Wenn ja, welches Erscheinungsbild (vorwiegend unaufmerksam, vorwiegend hyperaktiv-impulsiv oder kombiniert)? Gibt es Begleiterkrankungen? Welche Behandlungsoptionen kommen infrage?
Schritt 6 – Befundbericht: Sie erhalten einen schriftlichen Befundbericht, der die Diagnose, die verwendeten Testverfahren und Therapieempfehlungen enthält. Ein ausführlicher Befundbericht ist in der Regel die Grundlage für die Weiterbehandlung und kann je nach Kontext auch für Anträge oder Nachweise wichtig sein.
5. Welche Tests und Fragebögen werden eingesetzt?
Es gibt keinen einzelnen Test, der ADHS bei Erwachsenen beweisen oder ausschließen kann. Die Diagnose basiert immer auf der Gesamtschau von Gespräch, Fragebögen, Fremdanamnese und klinischem Urteil. Die folgenden Verfahren werden in der Praxis häufig eingesetzt:
| Verfahren | Art | Was es erfasst |
|---|---|---|
| DIVA-5 (Diagnostic Interview for ADHD in Adults) | Strukturiertes Interview | Fragt systematisch alle DSM-5-Kriterien ab – jeweils für die aktuelle Situation und retrospektiv für die Kindheit. Eines der am häufigsten eingesetzten Instrumente. |
| HASE (Homburger ADHS-Skalen für Erwachsene) | Selbst- und Fremdbeurteilung | Umfassendes Instrument mit mehreren Teilskalen zur Erfassung der ADHS-Symptomatik im Erwachsenenalter. |
| WURS-k (Wender Utah Rating Scale, Kurzform) | Selbstbeurteilung (retrospektiv) | Erfasst retrospektiv ADHS-Symptome in der Kindheit. Besonders wichtig, wenn keine Grundschulzeugnisse vorliegen. |
| ADHS-SB / ADHS-E | Selbstbeurteilung | Erfasst aktuelle ADHS-Symptome und den Grad der Belastung im Erwachsenenalter. |
| CAARS (Conners‘ Adult ADHD Rating Scales) | Selbst- und Fremdbeurteilung | International verbreitetes Instrument zur Erfassung der ADHS-Symptomatik bei Erwachsenen. |
| Aufmerksamkeitstests (z. B. d2-R, TAP) | Computergestützte Tests | Messen objektiv Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsvermögen. Nicht bei allen Anbietern Standard. |
Die S3-Leitlinie betont ausdrücklich, dass Fragebögen und Tests allein nicht für eine Diagnose ausreichen. Sie sind immer nur ein Baustein im Rahmen einer umfassenden klinischen Diagnostik, die das Gespräch, die Lebensgeschichte und die klinische Beurteilung einschließt. Auch Online-Selbsttests können keinen Arztbesuch ersetzen – sie geben lediglich einen ersten Hinweis.
6. Differenzialdiagnostik: Was sonst dahinterstecken kann
Eine sorgfältige Differenzialdiagnostik ist ein zentraler Bestandteil jeder seriösen ADHS-Abklärung. Viele der ADHS-Symptome (Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Impulsivität, Stimmungsschwankungen) können auch durch andere Erkrankungen verursacht oder verstärkt werden.
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen, die im Rahmen der Diagnostik geprüft werden sollten:
Psychische Erkrankungen: Depressionen, Angststörungen, bipolare Störung, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Autismus-Spektrum-Störung, posttraumatische Belastungsstörung, Suchterkrankungen.
Körperliche Ursachen: Schilddrüsenerkrankungen (Über-/Unterfunktion), Schlafstörungen (z. B. Schlafapnoe), Vitaminmängel (z. B. Eisen, Vitamin D), Restless-Legs-Syndrom, neurologische Erkrankungen.
Substanzbedingte Symptome: Medikamentennebenwirkungen, Substanzmissbrauch (Alkohol, Cannabis, Stimulanzien).
Ein wichtiger Punkt: ADHS und andere psychische Erkrankungen schließen sich nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil – die Mehrheit der Erwachsenen mit ADHS hat mindestens eine Begleiterkrankung. Häufig sind Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen. Eine gute Diagnostik identifiziert sowohl die ADHS als auch vorhandene Komorbiditäten, um eine passende Gesamtbehandlung zu ermöglichen.
7. Nach der Diagnose: Wie geht es weiter?
Wenn die Diagnose ADHS bestätigt wird, stehen Ihnen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Die S3-Leitlinie empfiehlt eine multimodale Behandlung, die je nach Schweregrad und individueller Situation verschiedene Bausteine umfassen kann:
Psychoedukation: Wissensvermittlung über ADHS – Was ist die Störung? Wie wirkt sie sich aus? Welche Strategien helfen? Dies ist in der Regel der erste Behandlungsschritt und kann im Einzel- oder Gruppensetting erfolgen.
Psychotherapie: Insbesondere Verhaltenstherapie hat sich bei Erwachsenen-ADHS als wirksam erwiesen. Schwerpunkte sind Selbstorganisation, Zeitmanagement, Emotionsregulation und der Umgang mit typischen ADHS-Fallen im Alltag.
Medikamentöse Behandlung: Bei mittlerem bis schwerem Schweregrad empfiehlt die Leitlinie eine medikamentöse Behandlung. Zugelassen sind Stimulanzien (Methylphenidat, Lisdexamfetamin/Elvanse) und Nicht-Stimulanzien (Atomoxetin). Die Einstellung erfolgt durch einen Arzt und erfordert bei Stimulanzien ein BtM-Rezept mit persönlichem Arztkontakt.
Coaching und Selbsthilfe: ADHS-Coaching kann bei der Alltagsbewältigung, Berufstätigkeit und Selbstorganisation helfen. Selbsthilfegruppen bieten Austausch mit anderen Betroffenen.
Ihr schriftlicher Befundbericht ist das wichtigste Dokument nach der Diagnostik. Er ist die Grundlage für die medikamentöse Behandlung, kann bei Anträgen auf Nachteilsausgleich (Studium, Ausbildung) oder bei der Beantragung von Therapieplätzen hilfreich sein. Bewahren Sie ihn sorgfältig auf und nehmen Sie ihn zu jedem neuen Arzt- oder Therapeutentermin mit.
8. Häufige Fragen
Kann ADHS erst im Erwachsenenalter auftreten?
Nein. ADHS beginnt definitionsgemäß in der Kindheit. Was aber häufig vorkommt: Die Symptome wurden in der Kindheit nicht erkannt oder als „Temperament“, „Faulheit“ oder „Träumerei“ fehlinterpretiert. Viele Betroffene haben jahrelang kompensiert und suchen erst Hilfe, wenn die Anforderungen im Erwachsenenleben (Beruf, Familie, Selbstorganisation) die Kompensationsfähigkeit übersteigen.
Wie lange dauert die Diagnostik?
In der Regel zwei bis vier Sitzungen über einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen. Einige Anbieter bieten eine kompakte Diagnostik an einem Tag an. Sehr umfangreiche Diagnostik mit neuropsychologischen Tests kann auch fünf oder mehr Sitzungen umfassen.
Was passiert, wenn keine ADHS festgestellt wird?
Das ist kein negatives Ergebnis. Eine sorgfältige Diagnostik kann andere Ursachen für Ihre Beschwerden aufdecken – z. B. eine Depression, Angststörung, Schilddrüsenproblematik oder Schlafstörung. Damit haben Sie eine wertvolle Grundlage für die richtige Behandlung. Die Kosten für die Diagnostik sind auch bei negativem Ergebnis nicht verloren.
Brauche ich Grundschulzeugnisse?
Die meisten Diagnostiker bitten darum, weil Grundschulzeugnisse wertvolle Hinweise auf Kindheitssymptome enthalten („träumt viel“, „stört den Unterricht“, „vergisst Hausaufgaben“). Wenn keine Zeugnisse mehr vorliegen, gibt es Alternativen: den WURS-k-Fragebogen zur retrospektiven Einschätzung, Gespräche mit Eltern oder anderen Personen, die Sie als Kind erlebt haben, oder alte Arztbriefe. Keine seriöse Praxis wird eine Diagnostik allein deshalb ablehnen, weil Zeugnisse fehlen.
Ist eine Online-Diagnose genauso gültig?
Eine online durch qualifizierte ärztliche oder psychotherapeutische Fachkräfte durchgeführte ADHS-Diagnostik kann fachlich vollwertig sein, wenn sie leitliniengerecht erfolgt. Der Befundbericht kann für die Weiterbehandlung und je nach Kontext auch für Anträge genutzt werden. Für die Behandlung mit Stimulanzien gelten jedoch besondere Anforderungen; die Verordnung erfolgt in der Praxis meist im ärztlichen Setting mit enger persönlicher Anbindung.
Wie lange ist eine ADHS-Diagnose gültig?
Eine einmal gestellte ADHS-Diagnose hat formal keine Ablaufzeit. ADHS ist eine chronische neurobiologische Störung, die nicht „verschwindet“. In der Praxis kann es jedoch vorkommen, dass ein neuer behandelnder Arzt den Befund nachvollziehen möchte – besonders bei der Erstverordnung von Stimulanzien. Ein gut dokumentierter Befundbericht erleichtert diesen Prozess erheblich.
Anbieter finden
Auf unserer Startseite finden Sie die vollständige Anbieterübersicht mit Preisen, Wartezeiten und Qualitätsmerkmalen
Weiterführende Artikel: ADHS Diagnose privat – Der vollständige Ratgeber · Was kostet eine ADHS-Diagnose? · Anbieter nach Stadt
Quellen: S3-Leitlinie ADHS im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter (AWMF 028-045) · ICD-10 (WHO) · ICD-11 (WHO, Code 6A05) · DSM-5 (APA) · Gesundheitsinformation.de (IQWiG) · Zentrales ADHS-Netz · adhs.info